Ältester Briefmarkensammlerverein Deutschlands

Neuausgaben und aktuelle Stempel
>> Thema Dresden <<

In diesem Bereich unserer Präsentation möchten wir Ihnen u.a. aktuelle Themen, Stempel, Neuausgaben und Infos zur Dresden Philatelie vorstellen.
Gern veröffentlichen wir auch Ihre aktuellen Infos zum Thema Dresden. Über einen Emailkontakt können Sie schnell und bequem alle Sammlerfreunde informieren.

 

Wir erinnern an die Bombardierung Dresdens am

13. Februar 1945

Der Oberbefehlshaber des britischen Bomberkommandos, Arthur Harris, wollte mit Flächenbombardements den Durchhaltewillen der Zivilbevölkerung endgültig brechen. Bis Anfang 1945 war Dresden die einzige deutsche Großstadt, die noch nahezu unzerstört war.

Die erste Angriffswelle begann kurz nach 22 Uhr. Zuerst wurde die Innenstadt mit Magnesiumfackeln ausgeleuchtet. Anschließend warfen Mosquito-Bomber rote Zielmarkierungen auf das Stadion im Ostragehege. Danach setzten 244 britische Lancaster-Bomber mit Brandbomben die Innenstadt in Flammen.

 

Nach Mitternacht folgte der zweite Angriff mit mehr als 500 britischen und kanadischen Bombern. Dabei wurden weitere 650.000 Bomben über der brennenden Stadt abgeworfen, die einen alles vernichtenden Feuersturm auslösten.

Am darauf folgenden Tag gab es noch einen weiteren gezielten Angriff von mehr als 300 amerikanischen B-17 Bombern, der hauptsächlich dem Bahnknotenpunkt in Dresden-Friedrichstadt und einigen Rüstungsbetrieben galt.


Als Dresdner Philatelisten möchten wir aber auch versuchen, die dramatischen Ereignisse der Bombennacht vom 13. Februar 1945 eindrucksvoll postalisch darzustellen:
Der Inhalt der abgebildeten Eilnachrichtenkarten bringt uns näher an die apokalyptischen Ereignisse jener Nacht heran. Wir stellen hier zwei Karten mit den darauf notierten Einzelschicksalen vor und verzichten bewusst auf eine Kommentierung, denn die Formulierungen der Opfer sprechen für sich!

  


15.02.1945 "Wir leben noch nach 3 schweren Angriffen"

 

 

 16.2.45 "Völlig ausgebombt, unverletzt, Wilhelm lebt, Ziel seiner Krankenhausverlagerung noch unbekannt."

 

Zur postalischen Erläuterung von Eilnachrichtenkarten:
Eilnachrichtenkarten wurden von der Reichspost während des Zweiten Weltkriegs eingeführt, weil es für Soldaten und Angehörigen nur schwer zu ertragen war, wenn sie von großen Bombenangriffen auf Heimatorte hörten und auf Nachricht aus der Heimat warten mussten. Vertreter des Oberkommando des Heeres, der Volkswohlfahrt, des Propagandaministeriums und der Reichspost hatten sich im März 1943 auf die Einführung einer „Eilfeldpostkarte", noch ohne Vordruck, verständigt. Die Reichspost verfügte am 16. November 1943 die Einrichtung „eines neuen Dienstzweiges der deutschen Reichspost, für die von schweren feindlichen Bombenangriffen getroffene Bevölkerung".

 

Mit der Eilnachrichtenkarte war es erlaubt, innerhalb von vier bis zehn Tagen nach dem Angriff aus und nach der betroffenen Stadt gebührenfrei private Post zu senden, um Verwandten möglichst rasch Nachricht über das Wohlergehen zu geben und falls nötig, die neue Anschrift mitzuteilen. Bedingung war, dass die Stadt im Wehrmachtbericht erwähnt worden war, ansonsten galt eine Frist von vier Tagen. Sollte die Postanlage selbst getroffen worden sein, wurden bereits vorbereitete Lastkraftwagen zum Transport in die nächstgelegene Postanstalt eingesetzt. Oft erfolgte der Versand der genannten Karten aus Notquartieren benachbarter Gemeinden Dresdens.
Nicht immer wurden die Eilnachrichtenkarten ordnungsgemäß abgestempelt, da der normale Postdienst erst oft nach längerer Zeit ganz reibungslos arbeitete.
   

 

Gedenkkarte Bund 1995 (Ganzsache) zum 50. Jahrestag der Zerstörung Dresden   

 

Neuausgabe zum 350. Geburtstag von George Bähr

George Bähr (* 15. März 1666 in Fürstenwalde; † 16. März 1738 in Dresden) war ein deutscher Baumeister des Barock. Sein Hauptwerk ist die Dresdner Frauenkirche.

 



Die Dresdner Frauenkirche ist ein monumentaler, kuppelüberwölbter protestantischer Zentralbau. Die Kirche wurde von 1726 bis 1743 anstelle der früheren gotischen Liebfrauenkirche durch den Dresdner Ratszimmermeister George Bähr als „St. Peter der wahren evangelischen Religion“ errichtet. Die Kuppel besteht aus massiven Elbsandstein. Im Inneren ist die Kirche prachtvoll mit Marmorierungen ausgestattet. Die Laterne wurde erst nach dem Tod von George Bähr im Jahr 1738 durch Johann Gottfried Fehre vollendet.

 

 

George Bähr war der Sohn eines Zimmermannes und wuchs in einem ärmlichen Elternhaus auf. Seine schulische Bildung wurde jedoch durch den Dorfgeistlichen gefördert. Seine Schulausbildung und seine Zimmermannslehre absolvierte Bähr in Lauenstein. Im Jahr 1693 ging Bähr nach Dresden, wo er in seinem Beruf tätig war. Mit 39 Jahren wurde Bähr 1705 in Dresden zum Ratszimmermeister berufen. Das Grab George Bährs befindet sich in der Unterhalle der Dresdner Frauenkirche (nach einer Umsetzung).