Ältester Briefmarkensammlerverein Deutschlands

3000. Sitzung

Am 02. Mai 2015  hielten wir feierlich die 3000. Sitzung seit dem Bestehen des Vereins im Jahre 1877 ab.

Aus diesem Anlass wurden zwei verschiedene Wunschbriefmarken herausgegeben, die jeweils wechselseitig im 10-er Bogen angeordnet worden. 

 

 

Passend dazu gab es einen attraktiven  Sonderstempel sowie zwei Schmuckumschläge (Ersttagsbriefe).

Motiv I:
Das Farbmotiv einer Ganzsache mit der zentralen Abb. der Frauenkirche und Albertbrücke entstand bereits im Juli 1899 anlässlich des 11. Internationalen Philatelistenkongress, zu dem unser Verein nach Dresden eingeladen hatte. Vom 21. bis zum 23. Juli 1899 tagte der Kongress u.a. im Königlichen Belvedere auf der Brühlschen Terrasse. In dieser Zeit hatte unser Verein bereits über 85 Sektionen mit ca. 4000 Mitgliedern in aller Welt.
Die Neuverwendung des Motivs als aktuelles Postwertzeichen knüpft damit an die Traditionen des Vereines an und erinnert an die philatelistische Tätigkeit dieser großen internationalen Sammlergemeinschaft. Die Blickbeziehung zum Stadtkern der Stadt entspricht etwa dem Standort am Waldschlösschen (Waldschlösschenblick). (Frankaturwert der Marke 55 ct)  

 


 

Motiv II:
Die Abbildung der graphisch aufwendig gestalteten Briefmarke, ist dem Titelblatt unserer Vereinsnachrichten „Der Philatelist" nachempfunden, die seit 1880 mit unterschiedlichen Titelblättern regelmäßig erschien. Die Blickbeziehung in der Markenabbildung zum Stadtkern der Stadt entspricht hier dem etwaigen Standort am heutigen Hotel Bellevue. Auf der anderen Elbseite sieht man die prachtvollen Bauwerke der Residenzstadt Dresden. Rechts hinter der Kirche ist das Dresdner Schloss mit dem Hausmannsturm zu sehen. Links neben der Kirche sieht man das Georgentor mit dem daran anschließenden Stallhof. Diese Grafik ist in freier Anlehnung an das Ölgemälde des Malers Canaletto (eigentl. Bernardo Bellotto) entstanden (Canalettoblick). (Frankaturwert der Marke 55 ct)   

 

 

Sonderstempel:
Auf dem Sonderstempel wird Dresdens Silhouette in stilisierter Frontalansicht gezeigt. Dabei ordnen sich die Glanzpunkte der barocken Architektur wie auf einer Perlenschnur entlang der Brühlschen Terrasse. Dieses einzigartige Panorama wird mit unserem Sonderstempel aussagekräftig in Szene gesetzt. Das gezeigte Dresdner Ensemble mit Semperoper, Katholischer Hofkirche Ständehaus, Hausmannsturm und Frauenkirche (von rechts nach links), wird im Vordergrund mit der Abbildung der Albertbrücke eindrucksvoll umrahmt. 1877 erfolgte die Einweihung als König-Albert-Brücke. Damit feiert dieses Brückenbauwerk genau mit unserem Verein seinen Geburtstag.
Den markanten Mittelpfeiler ziert an der Oberstromseite ein Reliefporträt des Königs Albert von Sachsen.